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Neue Impulse für verantwortungsvolle Forschung

Diese Woche feierte das Integrated 3R-Center (i3R) an der Universität Ulm seinen offiziellen Kick-off – ein bedeutender Meilenstein für die Förderung der 3R-Prinzipien: Replace, Reduce, Refine. Mit dem Ziel, Forschung ethisch verantwortungsvoll und wissenschaftlich exzellent zu gestalten, setzt das Zentrum neue Standards in Baden-Württemberg und darüber hinaus.

Mit Innovation zu besseren Methoden

Das i3R-Center verfolgt eine klare Mission: Die Grenzen der biomedizinischen Forschung zu erweitern, indem es höchste Standards für Tierversuche etabliert, Belastungen für Versuchstiere minimiert und die Einführung neuer methodischer Ansätze beschleunigt. Dazu zählen unter anderem Organoid-Modelle und computergestützte Simulationen, die komplexe Krankheitsmechanismen bei Trauma, Alterungsprozessen, Stoffwechsel- und Krebserkrankungen untersuchen.

Was bietet das Zentrum?

Das i3R-Center vereint Fachleute aus verschiedenen Disziplinen und schafft eine Infrastruktur, die moderne Forschung möglich macht. Dazu gehören:

  • Beratung zur Umsetzung der 3R-Prinzipien
  • Spezialisierte Refinement-Labore
  • Gewebebanken zur Förderung alternativer Modelle
  • Schulungsprogramme für Studierende und Forschende
  • Ein Preis für besonders innovative 6R-Projekte

Diese Angebote stärken sowohl die Grundlagenforschung als auch die translationale Medizin.

Ein starkes Netzwerk für die 3Rs

Beim Auftakt präsentierten Partner des 3R-Netzwerks Baden-Württemberg ihre vielfältigen Beiträge zur Umsetzung der 3R-Prinzipien. Die Beiträge adressierten Best-Practice-Frameworks für Tierversuche, aber auch innovative Organ-on-Chip-Technologien bis hin zu personalisierten Krebstherapien. Die Vielfalt zeigt: In Ulm, um Ulm und um Ulm herum entsteht ein starkes Netzwerk für moderne Forschung. Herzliche Glückwünsche gehen an Katharina Oßwald und Miltiadis Tsesmelis, die mit dem i3RU Seed Funding Preis ausgezeichnet wurden – eine verdiente Anerkennung für ihre innovativen Forschungsansätze.

Gemeinsam Forschung neu gestalten

Ein besonderer Dank gilt dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Mit seiner gezielten Förderung hat es den Aufbau des i3R-Centers ermöglicht und damit ein starkes Zeichen für zukunftsorientierte Forschung gesetzt.

Mit viel Engagement gestalteten Prof. Dr. Jan Tuckermann, Prof. Dr. Markus Huber-Lang, Prof. Dr. Alexander Kleger und Dr. Sibylle Ott den Kick-off des i3R-Centers. Sie initiierten einen lebendigen Austausch, vernetzten Akteur:innen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und setzten wichtige Impulse für eine neue Forschungskultur. Wir danken allen Beteiligten herzlich und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und den gemeinsamen Beitrag zum 3R-Netzwerk Baden-Württemberg.